{"id":2866,"date":"2008-12-31T22:08:10","date_gmt":"2008-12-31T21:08:10","guid":{"rendered":"https:\/\/testing.pixelcat.at\/?post_type=product&#038;p=2866"},"modified":"2024-01-15T00:01:10","modified_gmt":"2024-01-14T23:01:10","slug":"die-leiden-der-neuen-musik","status":"publish","type":"product","link":"https:\/\/shop.monochrom.at\/?product=die-leiden-der-neuen-musik","title":{"rendered":"Die Leiden der Neuen Musik"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<h4>Die problematische Rezeption der Musik<\/h4>\n<p>seit etwa 1900<\/p>\n<p class=\"align-justify\">Das Buch m\u00f6chte zur Kl\u00e4rung der Ursachen f\u00fcr den relativ geringen Rezeptionserfolg der Neuen Musik des 20. Jahrhunderts beitragen. Da eine umfassende Betrachtung den Rahmen sprengen w\u00fcrde, fokussiert die Untersuchung auf den Entwicklungsz\u00fcgen, die mit der Zweiten Wiener Schule und den Internationalen Ferienkursen f\u00fcr Neue Musik in Darmstadt assoziiert werden. Im ersten Teil wird zum besseren Verst\u00e4ndnis der Situation der Neuen Musik eine Reihe von historischen Entwicklungen skizziert, die Musikleben und Musikanschauung des 20. Jahrhunderts entscheidend mitgepr\u00e4gt haben und deren Konsequenzen mitunter bis in die Gegenwart hinein wirksam geblieben sind. Im zweiten Teil werden die musikalischen Motive daf\u00fcr er\u00f6rtert, weshalb der Neuen Musik seitens des Publikums vergleichsweise wenig Zustimmung zuteil geworden ist. Es wird davon ausgegangen, dass sich bereits im fr\u00fchen 20. Jahrhundert eine Kluft zwischen den \u00e4sthetischen Vorstellungen der Komponisten und den Erwartungen und W\u00fcnschen der H\u00f6rer aufgetan hat, die bislang nicht \u00fcberbr\u00fcckt werden konnte. Die Tatsache, dass die Tonsprache der abendl\u00e4ndischen Kunstmusik zugunsten der Profilierung des Personalstils nach und nach an Verbindlichkeit einb\u00fc\u00dfte, wird als Ausgangspunkt der Entfremdung zwischen Komponist und H\u00f6rer betrachtet. Als zweiter und wohl schwerwiegendster Faktor in diesem Prozess wird die Preisgabe der Tonalit\u00e4t geltend gemacht. Da das Ph\u00e4nomen Tonalit\u00e4t\u201c innerhalb der Musikforschung ein bislang ungel\u00f6stes Problem darstellt, werden zun\u00e4chst Tonalit\u00e4tsbetrachtungen des 19., 20. und fr\u00fchen 21. Jahrhunderts angef\u00fchrt und diskutiert. Das Kapitel beinhaltet auch eine ausf\u00fchrliche Auseinandersetzung mit der Atonalit\u00e4t Sch\u00f6nberg&#8217;scher Pr\u00e4gung, namentlich mit den verschiedentlichen Versuchen ihrer theoretischen Rechtfertigung, mit ihren musikalischen Konsequenzen sowie mit den dokumentierten Reaktionen seitens Musikkritik und Publikum auf ihre kompositorischen Ausformungen. Ferner werden die nicht atonalen Zw\u00f6lftontheorien Josef Matthias Hauers und Othmar Steinbauers vorgestellt und in Hinblick auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede mit Sch\u00f6nbergs Zw\u00f6lftonmethode verglichen. Abschlie\u00dfend wird ein \u00dcberblick \u00fcber die Rezeption der Zw\u00f6lftonmusik gegeben. Das Folgekapitel nennt als weitere Ursache f\u00fcr die Entfremdung zwischen Komponist und H\u00f6rer die rasante Progression auf Basis des musikalischen Materials. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf den Entwicklungen, die sich nach 1950 im Kontext mit den Darmst\u00e4dter Ferienkursen ereigneten. In diesem Kontext wird auch der Einfluss von Theodor W. Adornos Philosophie der neuen Musik\u201c auf das Musikdenken der Nachkriegs-Avantgarde n\u00e4her beleuchtet. Im letzten Kapitel wird die Absage der Komponisten des 20. Jahrhunderts an das Publikum als urs\u00e4chlicher Faktor f\u00fcr die beiderseitigen Kontaktschwierigkeiten er\u00f6rtert. Es wird hinterfragt, inwiefern das musik\u00e4sthetische und -philosophische Schrifttum die soziale Isolation der Neuen Musik beeinflusste und welche Rolle die Massenmedien als deren F\u00f6rderer dabei spielten.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":2867,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"class_list":{"0":"post-2866","1":"product","2":"type-product","3":"status-publish","4":"has-post-thumbnail","6":"product_cat-buecher","7":"product_cat-musiktheorie","8":"description-off","10":"first","11":"instock","12":"taxable","13":"shipping-taxable","14":"purchasable","15":"product-type-simple"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/shop.monochrom.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/product\/2866"}],"collection":[{"href":"https:\/\/shop.monochrom.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/product"}],"about":[{"href":"https:\/\/shop.monochrom.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/product"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/shop.monochrom.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2866"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/shop.monochrom.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/2867"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/shop.monochrom.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2866"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}